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TU Berlin

Inhalt des Dokuments

Allgemeine Hinweise und Organisatorisches zu Seminaren

Vorab gilt immer: Bei Fragen könnt Ihr Euch jederzeit an eine/n der Betreuer/innen wenden!

Gruppenarbeit

Bei wissenschaftlicher Arbeit (und auch in der Industrie) ist es üblich, mit mehreren Personen an einem Projekt oder Forschungsvorhaben zu arbeiten. Das konstruktive Lesen der Arbeit anderer und die Diskussion über unklare Punkte hilft allen Beteiligten bei ihrer Arbeit.

Die Betreuer des Seminars können diese Zusammenarbeit nur in bedingtem Maße leisten, da sie in der Regel einen anderen Blickwinkel als die Seminarteilnehmer haben. Aus diesem Grund teilen sich die Teilnehmer dieses Seminars in voraussichtlich drei Gruppen (mit möglichst zusammenhängenden Themen) à voraussichtlich vier Teilnehmer auf, die folgendermaßen zusammenarbeiten sollten:

  • E-Mail-Kommunikation oder Treffen bei Fragen,
  • Gegenseitiges Korrekturlesen und Kommentieren der Ausarbeitungen nach Abgabe der ersten Version,
  • Diskussionsgespräch über die Ausarbeitungen mit Betreuer als Moderator,
  • Absprache der Vortragsinhalte, um Überschneidungen zu vermeiden,
  • Auf Wunsch Probevortrag vor anderen Gruppenteilnehmern.

Nachdem die ersten Versionen der Ausarbeitungen abgegeben worden sind, hat jeder Seminarteilnehmer etwa eine Woche Zeit, um die Ergebnisse einiger anderer Teilnehmer korrekturzulesen. Dazu gehört u.a.:

  • Gründliches Lesen
  • Notieren von Verständnisfragen
  • Anstreichen von Fehlern (sowohl inhaltlich als auch sprachlich)
  • Bewertung des Inhalts (Verständlichkeit, Detaillierungsgrad, Ginger-Faktor etc.)
  • Bewertung der Form (Gliederung, Formatierung, Literaturverzeichnis etc.)
  • Gesamteindruck

Der vorgesehene Zeitaufwand für das Korrekturlesen sind 10 Stunden, die gleichmäßig auf die zu lesenden Ausarbeitungen verteilt werden sollten. Bringt Eure korrekturgelesenen Versionen bitte zu den Gruppengesprächen mit.

Schriftliche Ausarbeitung

Wir erwarten für einen benoteten Schein eine Ausarbeitung von etwa 10 Seiten. (Diese Vorgabe sollte weder deutlich unter- noch überschritten werden.)

Anfertigung der Ausarbeitung

  • Überlegen, welche Teile der gelesenen Literatur in die Ausarbeitung sollen und mit Betreuer(in) absprechen. Werden Details ausgelassen, so sollte auf entsprechende Literaturstellen hingewiesen werden.
  • Template für Ausarbeitung erstellen (Aufbau wie ein wissenschaftlicher Artikel):

    • Titel, Name, Datum, Ortsangabe (welches Seminar, welche Uni, welcher Lehrstuhl usw.),
    • Abstract (fasst ganze Arbeit kurz zusammen),
    • Einleitungskapitel (gibt Motivation für Ausarbeitung und Überblick über Rest der Arbeit),
    • ggf. Kapitel mit Hintergrundinformationen, die zum Verständnis des eigentlichen Themas nötig sind,
    • Hauptteil (kann sich durchaus über mehrere Kapitel erstrecken),
    • Schlusskapitel mit Zusammenfassung,
    • ggf. Anhang (Appendix) – nur selten nötig!,
    • Literaturverzeichnis.

    Wir begrüßen, wenn Ihr unsere LaTeX-Vorlage (das zugehörige ps-File) zur Ausarbeitung benutzt (nur rudimentäres LaTeX erforderlich).

  • Kapitelüberschriften verwenden, verschiedene Ebenen klar und von der Schriftgröße her konsistent absetzen.
  • Überlegen, was von der gelesenen Literatur in welches Kapitel soll und im Template einfügen.
  • Haltet Euch nicht sklavisch an die vorgegebene Reihenfolge und den Satzbau in der Literatur. Insbesondere ist es nicht damit getan, den gelesenen Artikel einfach nur mehr oder weniger ins Deutsche zu übersetzen – hier ist Transferleistung gefragt!

    • Es sollte eine Hintergrund-Recherche durchgeführt werden, da man nicht nur strikt über das Haupt-Paper einen Vortrag halten soll, sondern eher über den Themenbereich, in dessen Zentrum das Haupt-Paper steht.
    • Um es deutlich zu sagen: Ein Literaturverzeichnis, welches nur zwei Einträge umfasst, ist fast immer ein Indiz dafür, dass man sich mit dem Themengebiet höchst unzureichend beschäftigt hat.
    • Weniger wichtige Details können (sollten!) weggelassen werden. Wichtig sind die zugrundeliegenden Ideen, weniger die genauen Ausführungsdetails.
    • Schwierig zu erklärende Sachen – insbesondere diejenigen, die man selbst nicht auf Anhieb verstanden hat – sollten etwas ausführlicher erklärt werden.
    • Gegebenenfalls nötige Hintergrundinformationen in die berühmte "Section 2" (Background/Hintergrund) einfügen.
    • Wenn man Formeln in die Ausarbeitung reinnimmt, dann müssen sie sehr ausführlich erklärt werden, damit sie der Leser gut versteht. Daher in den meisten Fällen lieber gleich ganz weglassen – oft kann man die zugrundeliegende Idee in Worten viel besser erklären.

  • Nach und nach Lücken im Template füllen.
  • Einheitliche Begriffe in der ganzen Ausarbeitung verwenden, auch wenn man mehrere Originalartikel mit verschiedenen Begriffen hat.
  • Variablen in mathematischen Formeln werden kursiv gesetzt, Funktionen und Operatoren jedoch nicht
  • Im Literaturverzeichnis sollte sämtliche in der Ausarbeitung verwendete Literatur angegeben werden. Umgekehrt sollte jede Literaturangabe, die im Literaturverzeichnis steht, in der Ausarbeitung auch zitiert werden.
  • Alle Tabellen sind mit Tabellenüberschriften und alle Abbildungen sind mit Bildunterschriften zu versehen. Auch hier gilt: Jede Tabelle und jede Abbildung muss im Text referenziert werden. Geschieht das nicht kann man sich die Tabelle/Grafik auch gleich sparen.
  • Wenn man in der Gliederung auf die vierte Ebene gehen will ("Kapitel 3.1.2.1"), dann ist die Gliederung schlicht kaputt.
  • Zwei Überschriften dürfen i.Allg. nicht unmittelbar aufeinander kommen; beispielsweise gehört zwischen "3.1 – Probleme" und "3.1.1 – Protokollfehler" mindestens ein einleitender Satz (besser mehr).
  • Möglichst richtig auf dem Wissensstand der anderen Teilnehmer aufsetzen: Nicht das voraussetzen, was man selbst gelesen hat, aber auch nicht ganz bei Null ansetzen, wenn es bereits Teilnehmer gibt, die Grundlagen oder ähnliches behandeln.

Vortrag

Die vorgesehene Vortragszeit je Teilnehmer beträgt 30 Minuten zzgl. 15 min. Diskussion.

Sinn eines Seminarvortrags für den Vortragenden

  • Erlernen der Techniken zur selbständigen Verarbeitung von nicht-trivialem Stoff und dessen Präsentation,
  • Umgang mit Kritik,
  • ständige Anpassung an Verhalten von Zuhörern während des Vortrags.

Sinn eines Seminarvortrags für die Zuhörer

  • Verstehen des Vortrags ohne / statt Lesen der zugehörigen Literatur,
  • Üben konstruktiver Kritik am Vortragenden (Es ist kein Zeichen von Höflichkeit, sondern eher von falsch verstandener Solidarität mit dem Vortragenden bzw. eigener Scheu, wenn man im Seminar als Zuhörer nicht aktiv mitarbeitet.)

Anfertigen der Folien

  • Überlegen, welche Teile der Ausarbeitung in Vortrag vorgestellt werden können und mit Betreuer absprechen.
  • Template für Folien erstellen:

    • Titelfolie: Thema, Name, Datum, Ortsangabe (welches Seminar, welche Uni usw.),
    • kurze Einleitung, Motivation, Überblick über den Vortrag (sozusagen ein Inhaltsverzeichnis)
    • Hauptteil,
    • Schluss/Zusammenfassung,
    • Literaturverzeichnis (ggf. schon bei Titel).

  • Nach und nach Lücken im Template füllen.
  • Die Einleitung soll eine Intuition für das Thema des Vortrags erzeugen, aber noch keine Details darstellen.
  • Die Folien sollten nur Inhalt enthalten, der auch im Vortrag behandelt wird.
  • Wieviele Folien? – Darauf gibt es keine allgemeingültige Antwort. Es kommt auf den persönlichen Geschmack an, ob man schnell oder langsam über die Folien drübergeht. Für einen dreißigminütigen Vortrag braucht man erfahrungsgemäß um die 20 Folien.
  • Grafiken / Bilder sind zur Verdeutlichung vieler Aussagen sinnvoll. Nicht mit dem Vortrag direkt zusammenhängende Cliparts wirken dagegen künstlich bis lächerlich.
  • Einheitliche Begriffe im ganzen Vortrag verwenden, auch wenn man mehrere Originalartikel mit verschiedenen Begriffen hat. (Das sollten möglichst dieselben wie in vorigen Vorträgen sein.)
  • Zwischen einzelnen Vortragsteilen (Einleitung, Hauptthema 1, Hauptthema 2 o.ä., Schluss) kann es durchaus sinnvoll sein, für wenige Sekunden eine kurze Überleitungsfolie zu zeigen, die den Zuhörern zeigt, dass jetzt ein neuer Vortragsabschnitt beginnt.
  • Der Text auf den Folien muss groß geschrieben / gedruckt sein (Standardschrift 24 Pt), möglichst mit Farbe. Beim Verwendung eines Beamers sollte auf jeden Fall eine serifenlose Schrift ("sans-serif", d.h. ohne "Füßchen") wie Lucida Sans oder Helvetica verwendet werden.
  • Der Gebrauch von Farbe ist sinnvoll, um Wichtiges hervorzuheben bzw. Zusammenhänge herzustellen. Seid jedoch bitte konsistent bei der Verwendung jeder Farbe.
  • Keine ganzen Sätze auf Folien – man kann nicht viel lesen, während man zuhört. Auf keinen Fall Ausarbeitungsteile (z.B. Theoreme) einfach auf die Folien kopieren.
  • In mathematischen Formeln werden Variablen kursiv gesetzt, Funktionsnamen und Operatoren jedoch nicht.
  • Möglichst richtig auf dem Wissensstand der anderen Teilnehmer aufsetzen: Nicht das voraussetzen, was man selbst gelesen hat, aber auch nicht ganz bei Null ansetzen, wenn es bereits Teilnehmer gibt, die Grundlagen oder ähnliches behandeln. (Um den Betreuern zu imponieren, genügen die Vorbesprechungen :-)
  • Der Schluss sollte Euren Vortrag abrunden und kurz seinen Sinn zusammenfassen. Ggf. kann der Hinweis auf darüber hinausgehendes, das in Eurer Ausarbeitung behandelt wird, sinnvoll sein.

Ein Vortrag muß anders aufgebaut sein als eine schriftliche Ausarbeitung

  • Einleitungsteil am Anfang mit Motivation und Hinführung zum Thema.
  • Hin und wieder wiederholen, was man gerade tut – man darf nicht erwarten, dass die Zuhörer noch alles genau wissen, was man schon gesagt hat, und "zurückblättern" kann der Zuhörer ja nicht.
  • Zusammenfassung am Schluss des Vortrags.
  • Erste Folienentwürfe sollten rechtzeitig vor dem Vortrag besprochen werden, damit genügend Zeit verbleibt, um auch das globale didaktische Konzept (Vortragsstruktur etc.) zu verbessern.

Vortragszeit

  • 30 min. Vortrag vorbereiten mit Folien, durch Fragen/Diskussion verlängert sich das dann automatisch.
  • Und wenn man noch so viel schönen Stoff erarbeitet hat: Viel länger kann sich sowieso kein Zuhörer konzentrieren.
  • Das Kürzen von Stoff ist eine Kunst, die man üben sollte; auf richtigen Tagungen hat man oft nur 20 Minuten, im Geschäftsleben noch weniger, und die Leute nehmen das ernst.
  • Wir werden Eure Vortragszeit nach 45 min. auch erbarmungslos beenden.
  • Aus Erfahrung bietet es sich an, um die 20 Folien vorzubereiten; mehr schaffen die meisten Leute nicht, innerhalb von 30–45 min. gut zu erklären. Es kommt natürlich drauf an, wieviel bzw. wie wenig man auf die Folien draufpackt.
  • Ein Probevortrag vor Freunden ist am besten, um die Zeit abzuschätzen. Alternativ kann man sich vor den Rechner setzen genau die Sätze stumm vor sich hinreden, die man in einem Vortrag sagen würde. Für kleine Überschlagsrechnungen zwischendurch kann man an repräsentativen Beispielfolien schauen, wie lange man im Mittel dazu redet.

Übesetzungen Englisch↔Deutsch

Wenn man englische Fachwörter ins Deutsche übernehmen will sollten man folgende Hinweise beachten:

  • Für viele Begriffe existiert kein guter und gängiger deutscher Begriff, viel mehr hat sich der englische eingebürgert.
    Beispiel: "Routing".
  • Nomina schreibt man im Deutschen immer groß – daher muss man auch englische Nomina bei Verwendung im Deutschen groß schreiben, auch wenn sie im englischen Text kleingeschrieben werden.
    Beispiel: "Router", "Probe", "Traceroute", "Client".
  • Für andere Begriffe existiert ein eindeutiges deutsches Wort, was üblicherweise verwendet werden sollte.
    Beispiel: "Netzwerktopologie", "Paketklassifikation", "Datenbank".
  • Im Englischen werden keine Komposita gebildet, im Deutschen hingegen schon. Man kann feststehende englische Begriffe, welche ausschließlich aus englischen Wörtern bestehen, auch mehrteilig ins Deutsche übernehmen, ohne Bindestriche zu setzen (Beispiel: "Route Flap Damping"); man muss es aber nicht – meist machen Bindestriche die Sache übersichtlicher, oder man setzt das Wort in Anführungszeichen.
    Beispiel: "Route Flap Damping", "Route-Flap-Damping", ""Route Flap Damping"".
  • Fügt man mehrere englische Begriffe zu einem neuen Gebilde zusammen, so darf man keine Leerzeichen setzen, sondern sollte das gesamte Gebilde durch Bindestriche zusammenhalten.
    Beispiel: "Peer-to-Peer-Client" (alles englische Wörter; trotzdem Bindestriche statt Leerzeichen)
  • Sehr oft verwendet man auch Deutsch-Englisch-Mischungen als Wörter – meist resultiert das aus wörtlichen Übersetzungen von englischen Ausdrücken. Hierbei ist darauf zu achten, dass in diesem Fall die Wörter nie getrennt geschrieben werden, sondern die einzelnen Wörter unabhängig von der Sprache entweder zusammengeschrieben oder mit Bindestrichen getrennt werden – ein Mischwort zählt immer als "deutsches" Wort; daher gelten für das Mischwort alle normalen deutschen Rechtschreiberegeln. Und im Deutschen schreibt man ja auch nicht "Leber Wurst", "Spiegel Ei", "braun Kohle" oder "Kraft fahr Zeug"
    Beispiele:

    • Richtig: "Routingalgorithmus", "Route-Flap-Analyse", "BGP-Nachricht", "Peer-to-Peer-Client", "IP-Adresse", "Datenbankserver"
    • Falsch: "Routing Algorithmus", "Route Flap Analyse", "BGP Nachricht", "Peer-to-Peer Client", "IP Adresse," Datenbank Server

    Siehe auch www.deppen leer zeichen.de sowie die entsprechende Erklärung auf Wikipedia

  • Der Plural von englischen Begriffen, welche normalerweise im Singular verwendet werden, wird nach deutschen (!) Regeln gebildet. Englische Pluralregeln sind sogar orthographisch falsch! Beispiel: eine History, "mehrere Historys" (und nicht: "Histories" – es sei denn, man verwendet dieses Wort im gesamten Text ausschließlich im Plural, dann kann man die englische Pluralform als feststehenden Begriff einführen).

Sonstiges

Einige weitere Fallen, über die man stolpern kann, sind folgende:

  • Das Wort "übrigens" schreibt man im Übrigen ohne d (am Ende).
  • Es heißt "Standard" und nicht Standart, letzteres ist eine Fahne ("Standarte")!
  • Zu weiteren Tipps bzgl. Rechtschreibung und Stil siehe auch die Hinweise zur Anfertigung einer Abschlussarbeit.

Fragt im Zweifelsfall Euren Betreuer.

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